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10 Dinge, die Touristen NICHT an Israel mögen

Ich möchte, dass ihr Israel besucht. Meine gesamte Website ruft euch ja dazu auf.

Es gibt jedoch Dinge, die ich an Israel nicht mag (in Bezug auf Tourismus), und ich gehe davon aus, dass ihr es genauso sehen werdet.

Meine Liste wurde auch von den Hunderten von Reisenden beeinflusst, mit denen ich gesprochen habe. Aber keine Sorge, ich werde euch für die meisten Probleme auch Lösungen anbieten können.

1) Israel ist teuer!

Ich habe es bereits in vielen Beiträgen angesprochen, deshalb halte ich mich hier kurz. Das größte Problem ist, dass Israel teuer ist. Was das Geld angeht, kann man mit New York oder London Vergleiche ziehen.

Lösungen:

* Es gibt einige großartige Hostels. Die meisten von ihnen verfügen über private Zimmer sowie über ein eigenes Bad. Es ist also nicht viel anders als ein 3-Sterne-Hotel. Außerdem hat man eine Küche zum Kochen und eine großartige Atmosphäre: Hostels in Tel AvivHostels in Jerusalem.

* Wenn es um den Flug geht, besonders bei einem Winterurlaub in Israel, warum landet ihr dann nicht einfach in der Wüste?

* Weniger Restaurants, mehr gutes Street Food! (Und prüft immer den Preis der Getränke, bevor ihr bestellt!)

2) Schreibweise (und Namen der Orte)

Israelis können relativ gut Englisch sprechen.
Fernsehserien und Filme werden in englischer Sprache mit hebräischen Untertiteln gezeigt. (Das klappt viel besser als in Europa, wo man normalerweise synchronisiert.)
Aber wir sind schrecklich in der Schreibweise. Ich bin nicht sicher, was der Grund ist, aber ich denke, es hat zum Teil damit zu tun, dass wir im Hebräischen fast nie Vokale verwenden (weshalb die Wörter im Hebräischen so kurz sind).

Vielleicht ist die Rechtschreibung in Englisch einfach nur schwer oder es ist reine Faulheit, und wir gehen davon aus, dass die Leute uns auch verstehen , wenn das “a” ein “e” ist.
Als Tourist in Israel solltet ihr wissen, dass es wichtig ist, bei einer Buchung sicherzustellen, dass euer Name richtig geschrieben wurde.
Passend zu diesem Thema: Yafo St., Jaffa Road und Derech Yafo beziehen sich alle auf denselben Ort.

Yafo ist der hebräische Name und Jaffa der englische Name, aber beide werden auf Karten und Schildern verwendet.

Beachtet, dass Rechov auf Hebräisch „Straße“ bedeutet. Deshalb wird manchmal „Straße“ oder „Street“ geschrieben und manchmal auch die hebräische Schreibweise verwendet.

Zwei Karten, zwei unterschiedliche Namen für dieselbe Straße: König George auf der Karte rechts und Ha-Melekh (König auf Hebräisch) George auf der linken Seite.

Anderes Beispiel: Wohin willst du gehen?

Nach Caesarea oder Qesariyya? (Deutsche Schreibweise: Cäsarea)

3) Keine öffentlichen Verkehrsmittel an Wochenenden und Feiertagen

Öffentliche Verkehrsmittel sind nicht teuer, aber auch nicht immer zuverlässig. Das Hauptproblem ist, dass es von Freitagmittag bis Samstagabend keine Busse und Züge gibt. (Es gibt zwar Taxen, die kosten aber viel mehr. Ich werde später noch mal darauf eingehen.)

Samstags könnt ihr lange an der Bushaltestelle warten…

Lösung: Planung ist alles. Wenn ihr kein Auto mietet, versucht einfach, die Wochenenden in den Städten zu verbringen und plant keine Trips außerhalb.

4) Tiberias, Hotels am Toten Meer und Eilat (Highway 90 oder Israel Hinterland)

Einige Orte, die wirklich schön und touristenfreundlich sein sollten, sind es eigentlich nicht: Sie sind vernachlässigt und überhaupt nicht einladend. Ich fange im Norden an und arbeite mich runter.
Tiberias sollte ein wichtiges Touristenziel sein. Es liegt am Ufer des Sees Genezareth, bietet viele religiöse und historische Stätten und ist leicht erreichbar.

Tiberias erfüllt jedoch nicht die Erwartungen: Es ist in Wirklichkeit verkommen und wenig einladend. Abgesehen von dem Tiberias Hostel und dem Scots Hotel, die sehr gut sind, kann ich nichts anderes empfehlen. Ich empfehle euch aber, ein Auto zu mieten (Es sind alle großen Autovermieter vor Ort), sodass ihr zu schöneren Orten rund um den See Genezareth und weiter zu den Golan- Höhen und der Straße 90 in die Judäische Wüste fahren könnt.

Was uns zu der (meiner Meinung nach) größten touristischen Schande in Israel bringt:

Hotels am Toten Meer!

Tiberias kann sich damit rechtfertigen, dass es eine arme Stadt ist und die Regierung die Peripherie seit Jahren vernachlässigt hat, aber das Hotelviertel am Toten Meer hat kein Recht auf solche Ausreden. Nur Gier und von den Touristen so viel wie möglich nehmen, ohne etwas zurückzugeben.
(Nun, das stimmt nicht ganz; manchmal bekommt man einen Strafzettel fürs Parken.)

Die Seite des Toten Meeres, die man nicht in Werbespots zu sehen bekommt…

Das Tote Meer selbst ist erstaunlich und die Landschaft der Judäischen Wüste ist atemberaubend. Tamar Regional Council, der Regionalrat, in dem sich die Hotels befinden, ist eine der reichsten Regionen in Israel, da nicht viele Menschen dort leben und sich keine Sorgen um Bildung und Gesundheit machen müssen, aber sie bekommen viel Geld von den Hotels.

Und alles, was sie tun mussten, war, die Gegend zwischen den Hotels schön zu halten. Sie versagten. Die Gegend, die einer der schönsten Orte in Israel hätte sein sollen, ist eine große Enttäuschung.

Die letzte Enttäuschung auf dieser Liste ist am Ende der Straße 90: Eilat.

Und auch das Rote Meer ist wunderschön, die Berge von Eilat sind perfekt für Wanderer, aber die Umgebung der Hotels sieht billig und uninteressant aus, und trotzdem sind die Hotelpreise hoch.

Lösung:

Eilat besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen: den nördlichen Stränden, an denen sich die Stadt und die Promenade befindet und den südlichen Stränden, wo ihr das Delphin Riff und das Naturschutzgebiet Coral Beach findet. Es ist mühsam, mit öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin zu gelangen, aber wenn ihr ein Auto habt, sucht nach Hotels im Süden.

Bleibt an den südlichen Stränden. Das Meer ist in der Nähe und die touristischen Geschäfte sind weit weg.

5) Das Fahren

Die Straßen in Israel sind gut und auch die Straßenschilder sind auf Englisch geschrieben, aber die Israelis sind nicht die großzügigsten Fahrer.

Wenn zwei Bahnen in eine übergehen, fragt ihr euch vielleicht, ob ihr plötzlich Superkräfte entwickelt habt und unsichtbar geworden seid. Niemand kann euch sehen!
Einen Parkplatz in Jerusalem oder Tel Aviv (oder Jaffa, Nazareth, Haifa usw.) zu finden, ist nicht einfach und Parkplätze sind nicht billig.

Woher wisst ihr, wann es grün wird? Jemand hinter euch wird hupen, sobald es grün wird.

Lösungen:

* Fahrt nicht in den Städten: Mietet ein Auto nur, wenn ihr in den Golanhöhen, der Judäischen Wüste und in der Negev Wüste reisen möchtet.
* Wenn ihr mit dem Auto anreist, fragt im Hotel, ob es einen Parkplatz gibt (oder wählt von Anfang an ein Hotel mit Parkplatz aus).
* Ich empfehle immer, auf Reisen einen Internetzugang zu haben. Es macht das Leben so viel einfacher. Wenn ihr online seid, könnt ihr Google Maps oder Waze (die von den meisten Israelis verwendete israelische App) verwenden, um euch durch die Städte zu navigieren. Ihr könnt jederzeit ein Auto mieten und für ein Navi extra bezahlen.

Wenn ich in der mittleren Spur fahre, sollte ich das Auto vor mir links überholen, wie es das Gesetz vorschreibt, oder rechts? Dies wäre natürlich illegal, aber wenn ihr in Israel fahrt, werdet ihr euch schnell fragen, ob das wirklich der Fall ist, weil es jeder tut.

6) Schlange stehen

Ein Teil meiner Arbeit, den ich wirklich mag, ist, dass ich Israelis außerhalb Israels und Ausländer in Israel herumführe.
Eines Tages schreibe ich einen Post (oder einen Doktor) über die Unterschiede zwischen den beiden Gruppen, aber einen klaren Unterschied möchte ich jetzt schon nennen. Israelis wissen nicht, wie sie Schlange stehen sollen, oder vielmehr, haben sie eine andere Definition davon, was eine Schlange ist.
Wenn Deutsche in einer Schlange stehen, steht dort eine Person und hinter ihr oder ein gutes Stück entfernt, eine andere Person und so weiter.

Jetzt zur israelischen Warteschlange:
Eine Person steht und bewacht ihre Position als erste in der Reihe, hinter ihr stehen zwei Personen, die so nahe stehen, dass sie die Zwiebeln riechen können, die sie zum Mittagessen aßen. Hinter diesen beiden stehen vier Personen, die die ersten beiden vorantreiben, aber so, als ob die acht Personen, die hinter ihnen stehen, schuld sind …

Lösung: Wenn ihr in der Schlange steht und jemand versucht, sich vorzudrängeln, sagt ihm direkt, dass ihr vor ihm dran seid!

Israelis versuchen in einer Schlange zu stehen…

7) Taxifahrer

Ein weltweit bekanntes Problem besteht darin, dass Taxifahrer den Touristen mehr abnehmen, als sie sollten. In Tel Aviv solltet ihr dies unbedingt an der Promenade und den Bahnhöfen beachten. In Jerusalem ist der problematischste Ort das Jaffa Tor.

Lösungen:

* Der Fahrer muss das Messgerät benutzen. Wenn er es nicht benutzt, dann sagt ihm, er solle stehen bleiben und steigt aus!
* Holt euch euer Taxi per App (zum Beispiel GETT). Auf diese Weise weiß der Fahrer, dass ihr seine Kontaktdaten habt.
* Wenn ihr glaubt, dass ihr betrogen wurdet, macht ein Foto von der Taxinummer. Euer Hotel oder eure Herberge kann euch helfen, eine Beschwerde gegen den Fahrer einzureichen.

8) Einkaufen in der Altstadt von Jerusalem

Es gibt Ladenbesitzer oder Standinhaber, die in beliebten Touristenzielen auf der ganzen Welt versuchen, Touristen zu betrügen. In Israel ist es dasselbe.
Wenn ihr euch auf einem Markt befindet, auf dem ihr keinen Preis für einen Artikel sehen könnt, ist dies wahrscheinlich ein Zeichen dafür, dass ihr am Ende viel mehr zahlt, als es wert ist. Der bekannteste Ort dafür ist die Altstadt von Jerusalem. Von den unzähligen Unternehmen sind die meisten fair. Aber viele sind es nicht. Die schlimmsten Orte befinden sich in der Nähe des Jaffa Tors, der Via Dolorosa und an der Grabeskirche.
Einige Händler können sehr aggressiv sein und sogar fluchen. Toleriert kein aggressives Verhalten und geht einfach weg!

Ich würde nicht empfehlen, hier Geld zu wechseln oder Kreditkarten zu verwenden. Es gibt einfach so viele Touristen, bei denen doppelt abgebucht wurde oder sie fanden heraus, dass ihrer Rechnung eine weitere “0” hinzugefügt wurde (z. B. aus “200” wurde “2000”).

Lösung:
Es gibt einige großartige Geschäfte abseits der geläufigen Handelsstraßen, die ich empfehlen kann. Ich habe auf einige von ihnen bereits in meinem Beitrag und Video über unbekannte Orte in der Altstadt hingewiesen. Eine kurze Zusammenfassung:

* Elia Photo Service (nicht weit von Station Nr. 8 der Via Dolorosa) verkauft wunderschöne alte Fotos von Jerusalem.
* Interessiert an Stoffen? Bilal Abu Khalaf ist dafür der richtige Ort.
* Warum ein Souvenir von Jerusalem kaufen, wenn man sich ein Tattoo auf dem Körper tätowieren lassen kann? Entdeckt im Razook eine 700-jährige Tradition der Pilgertätowierungen. Bildnachweis: Emil Salman.
* Im armenischen Viertel (und im christlichen Viertel) findet man eine gute Auswahl an farbenfrohen handgemachten armenischen Kunsthandwerken.

Wenn ihr von diesen Leuten kauft, unterstützt ihr diejenigen, die es verdienen.

9) Die Grabeskirche

Die Grabeskirche ist die wichtigste Kirche der Welt. Die Geschichte des Ortes ist überwältigend.
Das Problem ist, dass es ein kleiner Raum ist, und ALLE Touristen, die nach Israel kommen, möchten ihn besuchen.

Aufgrund der komplexen Geschichte der Sehenswürdigkeit gibt es keine Regeln, wie man sich in der Kirche genau verhalten sollte. Daher gibt es eine Vielzahl von Gruppen mit ihren Guides, und es wird ein riesiges Durcheinander.

So stellt man sich wahrscheinlich nicht den Aufstieg nach Golgatha (Kreuzberg) vor. Viele denken, dass es sich um einen Ort außerhalb der Altstadt von Jerusalem handelt, der sich aber tatsächlich in der Grabeskirche befindet, und es kann sehr voll werden, wie man erkennen kann.

Lösungen:

* Hier gibt es eine großartige, einfache Lösung!
Die Kirche öffnet sehr früh um 5 Uhr morgens (je nach Sommer oder Winter). Ihr könnt früh aufstehen, die Altstadt durchlaufen, wenn noch alles geschlossen ist, und diese heilige Stätte fast für euch alleine haben.
* Was ihr noch tun könnt, und ich weiß, dass es sich merkwürdig anhört, ist der Besuch des Gartengrabes, das protestantische Grab von Jesus.
Es gibt zwei Stätten, die als Begräbnisstätte von Jesus betrachtet werden.

Wie ist das möglich?

Ich habe vor, ein Video darüber zu machen, um es zu erklären, aber bis dahin werde ich nur sagen, dass, wenn ihr protestantisch seid oder einfach nur einen ruhigen Ort suchen möchtet, ohne von einer Gruppe von Russen beiseitegeschoben zu werden, das Gartengrab ein Ort für euch ist und ihr es mögen werdet.

10) Kälte in geschlossenen Räumen

Und nach all dem wichtigen Zeug noch ein kleiner und ärgerlicher Faktor.
Israel ist ein heißes Land. Im Sommer wird es sehr sehr heiß. In allen geschlossenen Räumen gibt es eine Klimaanlage. Aus irgendeinem unbekannten Grund stellen die Israelis die Klimaanlage so hoch wie möglich auf, so dass Züge, Einkaufszentren und Museen wirklich kalt werden können.

Lösung: Ganz einfach: Wenn man jemand ist, dem schnell fröstelt, sollte man ein Tuch mitbringen (Es kann auch in Kirchen nicht schaden).

Draußen 36 ° C, Drinnen 19 ° C.

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